Augsburg

Werner Holzheu

"Lechviertel und Ulrichsviertel – Geschichte und Kultur"

 

Handwerker und Künstler, Klöster und Bierschenken prägten einst das Augsburger Lech- und Ulrichsviertel. Der Maler Hans Holbein und der Bildhauer Gregor Erhart schufen dort Kunstwerke von Weltgeltung, die heute in den renommiertesten Museen ausgestellt werden. Stadtbaumeister Elias Holl und sein Vater Hans Holl setzten mit der Stadtmetzg, dem Roten Tor und dem Kloster Maria Stern architektonische Akzente, die zu ihrer Zeit stilbildend waren. Die Wassertürme am Roten Tor sind Meilensteine europäischer Wasserbaukunst. Die Barfüßerkirche entwickelte sich zum Ausgangspunkt der Reformation in Augsburg, während einige Jahrzehnte zuvor im Dominikanerkloster wahrscheinlich der berühmt-berüchtigte „Hexenhammer“ verfasst wurde.

Der reich illustrierte Kulturführer „Lechviertel und Ulrichsviertel“ begibt sich auf historische Spurensuche zwischen den mittelalterlichen Gassen und stimmungsvollen Lechkanälen. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen denkmalgeschützte Bauten, Kunstobjekte und der historische Hintergrund ihrer Entstehung und Nutzung. Die stadtteilprägende Handwerksgeschichte wird an ausgewählten Gebäuden vorgestellt und erläutert.

 

 

Werner Holzheu

Lechviertel und Ulrichsviertel – Geschichte und Kultur

80 Seiten, 148 x 210 mm,

zahlreiche farbige Abbildungen

Preis: 5,80 Euro

ISBN 978-3-938330-16-6

 

zur Bestellung

 

 

 

Wolfgang Wallenta

„Augsburg und Italien – eine 2000jährige Beziehung"

 

Seit jeher gibt es enge Verbindungen vielfältiger Art zwischen Augsburg und Italien. Dieses Buch möchte in Grundzügen die jahrhundertealten Beziehungen im Bereich der Kultur, der Kunst, des Geisteslebens, der Wirtschaft und der Politik vorstellen, die es zwischen Augsburg und Italien gab.Kulturelle, wirtschaftliche und politische Kontakte prägen das Verhältnis der Stadt am Lech, die von den Römern gegründet worden ist, und Italien, dem Sehnsuchtsland der Deutschen”“

Wenn Besucher und Augsburger heute das Gefühl haben, in einer beinahe italienisch anmutenden “Stadt der Renaissance”zu sein, wie Augsburg auf großen Tafeln die Autofahrer an der Autobahn grüßt, so hängt dies vor allem damit zusammen, dass über Jahrhunderte intensive Kontakte von der Fuggerstadt zu den großen urbanen Zentren Italiens gepflegt wurden. Mit den Begriffen “Fugger” und “Renaissance” ist die große, die “goldene” Zeit Augsburgs umrissen, als die Stadt am Lech zwischen 1450 und 1630 ein Zentrum des Welthandels und ein international bedeutender Finanzplatz war. Ebenso erlebten Kunst und Kultur in diesem Zeitraum eine staunenswerte Blüte, die in den folgenden Jahrhunderten in dieser Vielfalt und Ausprägung nicht wieder erreicht worden ist. Maßgeblichen Anteil an dieser Blüte in Wirtschaft, Kunst und Kultur hatte der enge Kontakt, den Augsburg in seiner “goldenen” Zeit zu Italien pflegte. Jeder Interessierte weiß, dass sich seit dem späten Mittelalter zahlreiche Augsburger Kaufleute in den wichtigen Städten der Halbinsel, in Venedig, Mailand, Florenz, Genua, Bologna, Lucca, Mantua, Rom, Neapel und anderen niederließen, wo mit allem gehandelt wurde, was Gewinne versprach. Dass aber italienische Maler und in Italien ausgebildete Bildhauer in Augsburg wirkten, dass Augsburger Drucker in Venedig tätig waren, dass in Augsburg wiederum wichtige Werke italienischer Renaissancedichter gedruckt wurden, dass Elias Holl sich bei seinen Bauten von italienischen Vorbildern inspirieren ließ, dass Augsburger Musiker und Komponisten ihre Ausbildung in Italien vervollkommneten, ist bisher noch zu wenig in das öffentliche Bewusstsein gelangt.  Diesem Mangel abzuhelfen, möchte dieses Buch leisten. Der schwäbisch-oberdeutsche Kulturraum mit Augsburg als Zentrum und der italienische haben sich über lange Zeit gegen- und wechselseitig beeinflusst und befruchtet.

Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf der oben skizzierten “goldenen “ Zeit des 15. Bis 17. Jahrhunderts, es blickt aber auch in die Zeit der Antike zurück - Augsburg ist ja eine römische Gründung- und wirft einen Blick in das 18. Jahrhundert, als die reichsstädtische Herrlichkeit Augsburgs sich dem Ende zuneigte, die Kontakte zu Italien aber noch mannigfach vorhanden waren.

 

Autor:

 

Wolfgang Wallenta, geb. 1963 in Dillingen, Studium der Geschichte der frühen Neuzeit, mittelalterliche Geschichte und Politikwissenschaft in Augsburg. 2001 Promotion im Fach Geschichte der frühen Neuzeit. 2002 Verleihung des bistumsgeschichtlichen Förderpreises der Diözese Augsburg. 2007 Verleihung der „Diploma di benemerenza“ der Dante-Gesellschaft Rom für die langjährige Pflege der kulturellen Beziehungen zwischen Augsburg und Italien. Als Historiker in Augsburg tätig.

 

ISBN 3-938330-08-2

96 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, 9.60 Euro

 

zur Bestellung

 

 

 

Werner Bischler / Erwin Stier

„Der Protestantische Friedhof in Augsburg"

 

In neun verschiedenen Artikeln haben die Autoren Werner Bischler und Erwin Stier akribisch alles Erwähnenswerte über den Protestantischen Friedhof an der Haunstetter Straße zusammengetragen. Angefangen von der Entwicklung der Bestattung über die früher existierenden „Leichhöfe“ rund um die Kirchen und den ersten allgemeinen Augsburger Friedhof beim „Lueginsland“, schildern sie das Entstehen des Friedhofs und seine kulturgeschichtliche Entwicklung bis in unsere Tage. In einem bebilderten Rundgang über den Friedhof schlagen sie den Besuch von 22 Gräbern bekannter Augsburger Persönlichkeiten vor, die für die Geschichte der Stadt, aber auch der evangelischen Kirche, von großer Bedeutung waren. Unter anderem sind dies die Eltern von Bert Brecht, der Stadtwerkmeister Elias Holl, die Pfarrerfamilie Degmair, Fritz Koelle, Mitglieder der Familie Schaezler oder die unvergessene Anna Barbara von Stetten, die Gründerin des gleichnamigen Instituts. Neben den Text- und Bildinformationen haben die Autoren zum vertiefenden Verständnis der jahrhundertealten Geschichte des Friedhofs 14 verschiedene Pläne und Stadtansichten in den Anhang eingearbeitet, mit deren Hilfe man die jeweilige zeitliche Entwicklung nachvollziehen kann. Die üblichen Allgemeinen Informationen, ein Literaturverzeichnis und umfangreiche Anmerkungen beschließen das Buch !

 

Format DIN A5, gebunden, Hardcover,

Umfang 173 Seiten, ISBN 3-938330-07-4

214 Aufnahmen, überwiegend in Farbe

8,50 EUR

Zu beziehen über den Verlag, die Friedhofsverwaltung (08 21-57 60 18) oder über die Autoren werner.bischler(at)web.de oder stier(at)kga-augsburg.de

 

zur Bestellung

 

 

 

Anne Schmucker, Edith Findel und Irene Löffler

„Augsburger Frauenlexikon"

Der Frauengeschichtskreis Augsburg beleuchtet

2000 Jahre Frauengeschichte in Augsburg

 

Nehmen Sie Einblick in Lebensdaten vieler Frauen, Hintergründe

ihres Lebens, Beweggründe ihres Handelns.

 

Gewinnen Sie einen Überblick über unterschiedliche Frauenprojekte

bedeutende Frauenklöster zahlreiche Frauenstiftungen. Gehen Sie mit

uns an die Orte weiblichen Wirkens Erinnern Sie sich mit uns an Worte

und Werke von Frauen.

 

Verstehen Sie die Wurzeln Ihrer eigenen Geschichte!

 

270 Seiten, Softcover, 16.80 Euro

 

Leider vergriffen

 

 

 

Anne Schmucker

„Sie starben als Hexen“

Hexenprozesse in Augsburg

 

Während sich im Europa des 17. Jahrhunderts die Aufklärung durchsetzte, erblühte in der freien Reichsstadt Augsburg der „Hexenwahn“. Auf der Grundlage einer „wissenschaftlichen Hexenlehre“ verdammten die katholischen und evangelischen Geistlichen in den Augsburger Kirchen das „Hexengeschmeiß“ und forderten deren Ausrottung. Die Saat ging auf: Denunziationen und Verleumdungen führten in Augsburg zu zahlreichen spektakulären Hexenprozessen und Hinrichtungen. Ein Buch berichtet nun erstmals detailliert und anschaulich über die herausragensten Fälle und die gesellschaftlichen Hintergründe der Augsburger Hexenprozesse.

 

Hexenprozesse zählen zweifellos zu den dunkelsten Kapiteln unserer europäischen Geschichte. Entgegen der landläufigen Meinung ist der Hexenwahn jedoch keine Episode des „finsteren Mittelalters“, sondern eine Erscheinung der Frühen Neuzeit: Ende des 16. Jahrhunderts häuften sich in Augsburg die Strafverfahren wegen Hexereiverdacht. Von 1581 bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges wurden über 100 Strafverfahren wegen Zauberei und Hexerei geführt. Unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg brach dann eine blutige Hexenverfolgungswelle aus: In dem vergleichsweise kurzen Zeitraum von 1649 bis 1699 fanden in der Reichsstadt 15 der insgesamt 17 Hexenprozesse statt, die mit Todesurteilen endeten.

 

Augsburger Hexenprediger

 

Den geistigen Boden für die Verfolgung und Hinrichtung von Hexen bereiteten die Augsburger Hexenprediger Petrus Canisius, Bernhard Albrecht und Gottlieb Spizel, deren Schriften heute die Augsburger Staats- und Stadtbibliothek aufbewahrt. Der Domprediger und Jesuit Canisius bezichtigte die Hexen des Kindesmordes und kannibalistischer Praktiken; Bernhard Albrecht, Pfarrer von Heilig-Kreuz, forderte die Obrigkeit auf, die Hexen hart zu bestrafen; der evangelische Pfarrer von St. Jakob, Gottlieb Spizel, rühmte Augsburger Hexenhinrichtungen und forderte in seinen Büchern eine unnachgiebige Hexenverfolgung. Allen gemeinsam ist eine Bezugnahme auf den berühmten „Hexenhammer“, ein Handbuch der Hexenverfolgung, das 1487 von den beiden Dominikanermönchen Heinrich Institoris und Jakob Sprenger mit Unterstützung des damaligen Papstes veröffentlicht wurde und das Heinrich Institoris teilweise in Augsburg verfasste.

 

Hexenprozesse und Folter

 

Hexenprozesse fanden in Augsburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die weltlichen Gerichte übernahmen dabei die Praxis der mittelalterlichen Inquisitionsverfahren: Zur Wahrheitsfindung diente die Anwendung der Folter: Als erste Folterstufe wurden Daumenschrauben angelegt und die Finger blutig gequetscht. Weigerte sich die Angeklagte die Tat zu gestehen, folgte die zweite Folterstufe, das Aufziehen mit «leeren Scheiben». Die Delinquentin wurde gefesselt, auf eine Scheibe gestellt, an die kiloschwere Gewichte gehängt werden konnten, und mit den gefesselten Händen über eine Leiter oder Streckbank solange gezogen, bis sie vor Schmerzen der Ohnmacht nahe war. Spätestens unter dieser Folterung gestanden die „Hexen“, was man von ihnen hören wollte.

 

Hinrichtungen vor der Stadt

 

Das Gesetz schrieb vor, dass Todesurteile erst nach drei Tagen vollstreckt werden sollten, damit die Verurteilte noch «zu rechter Zeit ihre Sünden bedenken, beklagen und beichten möge».

Dieser internen Urteilseröffnung folgte der öffentliche Akt des Strafverfahrens: Die Ratsherren und alle Gerichtspersonen versammelten sich im Augsburger Rathaus. Ein schriftlich vorbereitetes Protokoll über das Verbrechen und Schicksal der Verurteilten wurde vom Ratsschreiber nochmals verlesen und dem bereits wartenden Gerichtsdiener zur öffentlichen Bekanntmachung übergeben. Sobald die verurteilte Person auf den letzten Gang vorbereitet worden war, wurde vor dem Rathausportal unter Läuten der Sturmglocke auf dem Perlachturm das Protokoll öffentlich verkündet und anschließend die Hexe dem Henker übergeben. Die Hinrichtung wurde dann unter großer öffentlicher Beteiligung auf der Richtstätte vor den Toren der Stadt (am heutigen Eisstadion) vollzogen.

 

Der vorliegende Band der Autorin Anne Schmucker, Stadtführerin, Mitarbeiterin im Augsburger Frauengeschichtskreis und Herausgeberin des im Sommer erscheinenden „Augsburger Frauenlexikons“, berichtet erstmals spannend und fesselnd über die herausragensten Hexenprozesse in Augsburg und stützt sich dabei auf die originalen „Hexenprotokolle“ des Augsburger Stadtarchivs. Neben vier ausführlich und anschaulich dargestellten Fallstudien von Augsburger Hexenprozessen, die exemplarisch für zahlreiche andere stehen und in ihrer Tragik die Situation der Zeit widerspiegeln, werden auch die Rahmenbedingungen ausgeleuchtet. Neben den kirchlichen Hexenlehren werden die Mechanismen der weltlichen Obrigkeit dargestellt, die Prozessführung und die rechtlichen Grundlagen. Im Zusammenhang mit der Strafjustiz wird auch auf die praktizierte Folter eingegangen, die wesentlicher Bestandteil eines jeden Hexenprozesses war.

Eine besondere Beachtung verdienen die zahlreichen zeitgenössischen Illustrationen, die die damaligen Vorstellungen über Hexerei dem heutigen Betrachter nachvollziehbar und erlebbar machen.

 

96 Seiten, Softcover, 9.60 Euro, ISBN 3-938330-02-3

 

zur Bestellung

 

 

 

Adolf Meier

"60 Jahre Kriegsende"

Als Luftwaffenhelfer in Augsburg 1944/45

 

In der bislang veröffentlichten Literatur über das Kriegsende in Augsburg sind die Bombenschäden bereits umfassend dokumentiert. Auch Zeitzeugenberichte über das individuelle Erleben der Bombenangriffe sind durch zahlreiche Publikationen zugänglich. Neu entgegen ist der packende Erlebnisbericht eines jungen Luftwaffenhelfers, der zur Abwehr der Bombenangriffe eingesetzt war.

 

Die vorliegende Veröffentlichung von Adolf Meier, „Zum Schutz dieser altehrwürdigen Stadt“ beleuchtet erstmals die Bombenangriffe der Jahre 1944/45 aus einer besonderen Perspektive: Adolf Meier erzählt in ergreifender Weise von seiner Zeit als Luftwaffenhelfer in Augsburg. Als 15-jährige wurden er und seine Kameraden an die Geschützstellungen einberufen, die die anfliegenden Bomber der Alliierten bekämpften sollten. Meier erlebte alle Bombenangriffe der Jahre 1944/45 an der Flak (Flugabwehrkanone), darunter auch den verheerendsten Angriff auf Augsburg im Februar 1944, und führte Tagebuch darüber. Über die damalige Kriegslage war den Jugendlichen wenig bekannt, ihr einziges Ziel bestand darin, die todbringenden Bomber der Amerikaner und Engländer abzuschießen, die „die altehrwürdige Stadt Augsburg“ angriffen.

 

Der Tagesablauf der jungen Luftwaffenhelfer wurde bestimmt durch Stahlhelm und Schulbuch. Zeiten des Schulunterrichts lösten sich ab von Übungen an den Flakgeschützen – und dazwischen immer wieder „Fliegeralarm“: „Mit Kochgeschirr und Stahlhelm eilten wir an unsere Geschütze und machten diese feuerbereit. Wenig später konnte man das Motorengeräusch der anfliegenden Maschinen hören. Blitzschnell schwenkten die Rohre herum und richteten sich drohend gegen die Bomber.“

 

Adolf Meier schildert alle Einzelheiten seiner Luftwaffenhelferzeit detailliert und ausführlich. Seine Einsatzorte waren Göggingen, Inningen und Langweid. Es werden nicht nur die einzelnen Einsätze an der Flak geschildert, sondern auch der Ablauf und die Organisation des Schulunterrichts an der Luftwaffenhelferschule Augsburg. Darüber hinaus spart Meier nicht an erläuternden Hintergrundinformationen über die Tages- und Nachtangriffe der Alliierten und die entstehenden Bombenschäden. Abgerundet wird die Publikation durch die Abbildung persönlicher Dokumente.

 

Bei denjenigen, die das Kriegsende erlebten, wird der Zeitzeugenbericht alte Erinnerungen wecken an eigene Erlebnisse dieser folgenschweren Zeit. Für die Nachgeborenen ist es ein informativer Erlebnisbericht, der aufzeigt, wie in jener Zeit Schulunterricht und Militärdienst, der jeden Tag den Tod bringen konnte, den Tagesablauf bestimmten.

 

 

Adolf Meier:

Zum Schutz dieser altehrwürdigen Stadt

56 Seiten, 5 Euro

ISBN 3-938330-01-5

Erhältlich in den Augsburger Buchhandlungen

 

zur Bestellung

 

 

 

Helmut Rössle:

Gotteshäuser im Bombenkrieg.

Die Zerstörung Augsburger Kirchen im Zweiten Weltkrieg

 

Augsburg, 24. Februar 1944. Am Tag waren zunächst die Messerschmittwerke Ziel der alliierten Bomberflotte, in der Nacht wurde die Stadt selbst in zwei großen Angriffen bombardiert. Neben einer Vielzahl an Toten versanken wertvollste Kulturschätze in Schutt und Asche. Getroffen wurden auch die religiösen Stätten der Stadt – die Augsburger Kirchen.

 

Mit teilweise bislang unveröffentlichten Bildern und eindrucksvollen Zeitzeugenberichten veranschaulicht das vorliegende Buch die Zerstörung der Augsburger Kirchen durch das Bombeninferno des Zweiten Weltkrieges. Für den heutigen Betrachter kommt es einer wehmütigen Überraschung gleich, zu erfahren, welch durchwegs reichhaltige Ausstattung von renommierten Baumeistern und Künstlern einstmals die Augsburger Kirchen schmückte. Besichtigt man heute diese Kirchen, findet man sehr häufig ein völlig verändertes Gebäude wieder, einige der Bauwerke sind nicht einmal mehr vorhanden.

 

Mit Hilfe von Originalschreiben und Schadensberichten der offiziellen Stellen werden vom Autor die Bombenschäden an den Augsburger Kirchen – Pfarrkirchen, Klosterkirchen und Kapellen – lückenlos dokumentiert. Berücksichtigt wurden dabei die Kirchengebäude beider Konfessionen. Die umfangreiche Illustrierung des Buches dokumentiert zum einen die direkten Bombenschäden, zum anderen wird bei zahlreichen Bauten auch der Vorkriegszustand sowie der nachfolgende Wiederaufbau aufgezeigt. Insgesamt umfasst das Buch über 164 schwarz-weiß-Abbildungen, die aus unterschiedlichen Archiven stammen. Das Vorwort verfasste Prälat Josef Heigl.

 

Der Autor Helmut Rössle, als Architekt im Diözesanbauamt tätig, hat zudem jedem Objekt eine historische Bau- und Entstehungsgeschichte vorangestellt. Diese lokalen Kirchengeschichten geben einen Einblick in die jeweilige Entstehung von Bauten und Kirchengemeinden, dokumentieren aber auch die Zeit des Wiederaufbaus. Die Publikation beschreibt somit nicht nur Vergangenes, sondern reicht in unsere Gegenwart hinein. Sie führt auch und gerade die gewaltige Aufbauleistung vor Augen, die unsere Großeltern und Eltern nach der Zerstörung ihrer Heimat geleistet haben.

 

ISBN 3-938330-00-7

72 Seiten, 21 x 29 cm

164 s/w-Abbildungen, 9.80 Euro

 

zur Bestellung